Die beiden Garmin Laufuhren Forerunner 70 und 170 von Garmin wurden im Vergleich gegenübergestellt. Verbergen sich große Unterschiede hinter dieser minimalen Differenz im Produktnamen? Beide Forerunner Modelle kommen in einem 42,6 Milimeter großen Kunststoffgehäuse, circa 40 Gramm leicht und mit einem ebenso hellen wie farbenfrohen 1,2 Zoll Amoled-Touchdisplay daher. Preislich sind die beiden Sportuhren mit UVP 249,99 Euro für die Forerunner 70 und 299,99 Euro für die Forerunner 170 eher im Einstiegsbereich der Modellpalette von Garmin angesiedelt.
🧭 Sensorik:
- 70: Multi-GNSS (GPS, Glonass, Galileo) + Bewegungssensor
- 170: Multi-GNSS + Barometer, Kompass, Gyroskop und Beschleunigungssensor
- Beide Modelle: Smart Notifications, Wetter-Widget, Aktien-Tracker
- Forerunner 170 zusätzlich: Garmin Pay, WLAN-Sync, Musikspeicher (nur Music-Version)
- 70: Basisfunktionen, kein Powermeter, kein Freiwasserschwimmen
- 170: Powermeter-Support, Freiwasser-Schwimmprofil
(Hinweis: Keine Multisport-Aktivitäten oder kombinierten Workouts bei beiden)
- Forerunner 70: Bis zu 13 Tage (Smartwatch), bis zu 16 Stunden (GNSS)
- Forerunner 170: Bis zu 10 Tage (Smartwatch), bis zu 14 Stunden (GNSS)
✨ Design:
- Forerunner 70: Lünette immer schwarz
- Forerunner 170: Farbige Lünette bei farbigen Gehäusevarianten
🔥 Neue Trainingsfeatures bei beiden:
- Garmin Running Coach für Laufeinsteigende (inkl. Lauf-Geh-Einheiten)
- Quickstart-Training für spontanes Loslaufen
- 70: 249,99 €
- 170: 299,99 € (Music-Version: 349,99 €)
Die Garmin 170 GPS-Uhr gibt es auch in der Variante Forerunner 170 Music für UVP 349,99 Euro. Hier ist die Funktion inkludiert, Music-Apps zu connecten und auch offline gespeicherte Musik direkt über kabellose Kopfhörer zu genießen.
Design, Display & Bedienung: Gleich und doch individuell
Beide Uhren überzeugen mit einem leichten, aber robusten Gehäuse und einem – dank 390 × 390 Pixel – gestochen scharfem Amoled-Display. Das ist selbst bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt ablesbar und angenehm anzusehen. Die Bedienung erfolgt über fünffache Tastensteuerung oder den Touchscreen selbst. Beides ist sehr reaktionsschnell, intuitiv und zuverlässig. Auch (Noch-)Nicht-Garmin-User dürften sich hier schnell zurechtfinden.
Zarte optische Unterschiede gibt es ausschließlich im Detail: Die Forerunner 70 hat eine schwarze Lünette in allen Varianten, während die Forerunner 170 bei farbigen Modellen eine farbige Lünette aufweist.
Jan von Urbanowicz
Die Gramin GPS-Uhren Forerunner 170 (links) und 70 (rechts) unterscheiden sich bei Designs, Display und Bedienung nur in kleinen Details.
Trainings- und Gesundheitsfunktionen
Ob Laufintervalle, LIT-Radeinheit, Core-Stability oder Gesundheitstracking – die beiden Einstiegs-Forerunner Modelle sind Garmin-typisch gut ausgestattet. Neben den über 80 Sportprofilen bieten die Uhren noch folgende Trainingsfunktionen:
- Adaptive Trainingsvorschläge (auf Basis von Trainingsbereitschaft, Erholung und Status)
- VO2 Max Wert
- Running-Dynamics direkt am Handgelenk
- Neu: Der Garmin Running Coach für Laufeinsteigende mit Lauf-Geh-Einheiten sowie das Quickstart-Training für spontanes Loslaufen ohne lange Planung.
Auch bei den Gesundheitsfunktionen liefern sie die Werte, die man von den gehobeneren Modellreihen kennt:
- Morgen- und Abendberichte mit vielen wichtigen Vitaldaten
- Schlaftracking
- HRV/Stressmessung
- Body Battery
- SpO₂-Messung
Damit liefert vor allem die günstigere Forerunner 70 schon deutlich mehr Funktionsumfang als frühere Einstiegsmodelle der Baureihe.
Jan von Urbanowicz
Wer Trainings- und Gesundheitsdaten liebt, kommt vor allem mit der Forerunner 70 auf seine Kosten.
Jan von Urbanowicz
Die Garmin Forerunner 70 im Detail: gestochen scharfes Display und kräftige Farben.
Garmin Forerunner 70 vs. 170: Die Unterschiede der Modelle im Detail
Bei genauerer Betrachtung fallen dann doch ein paar wichtige Unterschiede zwischen den beiden Modellen auf.
Outdoor-Sensorik
Beide Modelle verfügen über Multi-GNSS (GPS, GLONASS, Galileo) für präzise Satellitendaten.
Während die Forerunner 170 zusätzlich mit Barometer, Kompass, Gyroskop und Beschleunigungssensor ausgestattet ist und damit genauer bei Höhenangaben sowie Indoor-Workouts arbeitet, verzichtet die Forerunner 70 auf diese Zusatzsensoren. Sie misst Höhe und Bewegung ausschließlich über Multi-GNSS und Bewegungssensoren.
Rad-Konnektivität und Schwimmfunktionen
Die Forerunner 170 unterstützt die Verbindung zu Powermetern für das Radtraining und bietet ein Profil fürs Freiwasserschwimmen. Für Triathletinnen & -Athleten oder moderne Trainingspläne ist das ein Vorteil gegenüber der Forerunner 70.
Wichtig: Beide Modelle unterstützen keine Multisport-Funktion, bei der mehrere Disziplinen in einer Trainingseinheit kombiniert werden.
Komfortfunktionen & App-Support
Beide Modelle bieten smarte Basisfunktionen wie Smart Notifications, Wetter-Widget und Aktien-Infos. Die Forerunner 70 konzentriert sich ansonsten auf klassische Trainings- und Gesundheitsfeatures, während die Forerunner 170 zusätzlich Garmin Pay, WLAN-Sync und – in der Music-Version – einen internen Musikspeicher an Bord hat.
Akkulaufzeit
In puncto Ausdauer trumpft die Forerunner 70 gegenüber der 170 auf. Diese ist nämlich bei der Forerunner 70 aufgrund des geringeren Funktionsumfangs noch effizienter. Bei einer Trainingswoche mit zehn Stunden Umfang, Schlaftracking & Co. reicht eine wöchentliche Ladung.
Jan von Urbanowicz
Die Forerunner 170 bietet etwas mehr Sensoren.
Jan von Urbanowicz
Forerunner 170 und 70 können Musik nur über das mitgeführte Smartphone abspielen. Die Forerunner 170 Music-Version schafft das auch eigenständig.
Übersicht: Garmin Forerunner 70 und 170 Laufuhren im Vergleich
Fazit: Welche Uhr eignet sich für wen?
Wer sich auf das Wesentliche fokussieren möchte, findet mit der Garmin Forerunner 70 eine leistungsfähige Laufuhr – mit allen Daten, die man für ein solides Training benötigt, ohne Ablenkung. Dabei trackt die Uhr auch noch eine ganze Menge mehr als nur die Laufdaten. So begleitet die adaptive Coaching-Funktion sanft das strukturierte Training, ohne zu überfrachten.
Wenn man sich ein bisschen mehr leisten will und kann, dann bietet die Garmin Forerunner 170 darüber hinaus noch einige Smartwatch-Funktionen und etwas mehr Sensorik. Die ist vor allem bei Outdoor-Aktivitäten sinnvoll. Außerdem qualifiziert sie sich damit wahrscheinlich auch für viele noch eher zum Alltagsbegleiter und ist eben nicht nur ein reiner Trainingsbegleiter, wie die Forerunner 70.
Jan von Urbanowicz
Beide Forerunner Modelle im Praxistest: Solider Funktionsumfang für einen guten Preis.